11. 11. 2022

BiT - Elektrofischen

Artikel verfasst von  Gudrun Lassnig-Mortisch

Exkursion Elektrofischen BiT

Erneut machte sich das BiT-Team auf den Weg, um neues Praxiswissen für den Wettbewerb zu sammeln. Diesmal im Bereich der Fischkunde. Am Nachmittag des 7. Novembers 2022 fuhren wir zum Fellacherbach, wo wir auf Herrn Mag. Dr. Konar vom Amt der Kärntner Landesregierung mit seinem Team, sowie auf die beiden Fischereiberechtigten dieses Gewässers, Herrn Vielgut Didi und Herrn Thurner Alfred trafen. 

Herr Konar hielt vorab einen informativen Vortrag und brachte uns anbei die Methode des Elektrofischens näher. Diese ist eine Technik, um den Fischbestand eines Gewässers zu ermitteln, welche meist in zwei Durchgängen erfolgt. Die Fische werden von einer Anode, in diesem Fall ein Polkescher, angezogen. Sie schwimmen von der Katode, einem Schleppkabel, zur Anode - also stromaufwärts. Strom wird deshalb ins Wasser geleitet, um die Fische zu lähmen/ leicht betäuben, verletzt oder gar getötet, werden sie dabei nicht. Nun können die Fische eingefangen werden- wobei wir sogar helfen durften! Danach werden Gewicht und Länge der Fische ermittelt, woran wir uns auch versuchen durften. 

Die Daten werden in einem Vermessungsprotokoll gesammelt, denn man benötigt sie nicht nur zur Feststellung des Fischbestandes, sondern auch zur Ermittlung der Verbreitung, Artenvielfalt und zur Feststellung von möglichen Neozoa. Ebenfalls brauchen die Fischereiberechtigten diese Informationen über ihren Aufzuchtbach. Der Fellacherbach dient also als Gewässer, um Bachforellen aufzuziehen, bis sie eine Größe erreichen, mit der sie in größeren Gewässern ausgesetzt werden können. Sie sind daher auch unsere Hauptgruppe an gefundenen Fischen. Das erklärt auch, warum vorwiegend kleinere, junge Fische gefunden wurden. Sobald sie sicher lebensfähig sind, werden sie in die Drau umgesiedelt. Neben der Bachforelle wurden jedoch auch ein Bachsaibling, ein Neophyt aus Nordamerika, sowie eine Koppe gefunden. Insgesamt zählten wir 153 eingefangene Exemplare. Nun kann der Bestand, welcher in Individuen pro Hektar oder Fischmasse pro Hektar angegeben wird, ermittelt werden. 

Neben dem praktischen Arbeiten erfuhren wir viele Details zu den Fischen und zu der Methode des Elektrofischens. Wir hatten Gelegenheit Fragen zu stellen und konnten viele Verknüpfungen zu bereits Gelerntem aus der Biologie sowie aus anderen Fachbereichen herstellen.

Vielen Dank an Frau Professor Lassnig für die Organisation und Begleitung, sowie an Herrn Mag. Dr. Konar, welcher uns das Gebiet des Elektrofischens sehr gut vermittelte und auch an seine Kollegen für die Demonstration der Arbeitsweise! 

Hannah Weber 7B

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