18. 08. 2020

KWS - Schuljahr 2019/20 - 6. Klassen

Artikel verfasst von  Silvia Köchl und Eva Stefan

Teilnehmer*innen:
6A: CHAMAJEW Nazir,  HUANG Han, WEYRER Fabio
6B: KÖBERLE Tristan, VEJVAR Verena
6C: AKTY Laila
6D: EGGER Sophie, KONTRUS Cordula, VELIC Almedin

 Technisches Werken | Köchl


PLANEN UND HERSTELLEN VON ZEICHENMAPPEN UND LEPORELLOS

Für die Kunstwerkstatt – KWS als Wahlpflichtfach entscheiden sich Schülerinnen und Schüler, die sich gerne künstlerisch und handwerklich betätigen. Es macht Spaß, die verschiedensten Materialien auszuprobieren, Experimente durchzuführen, neue Techniken zu erlernen und zu erproben, Bilder zu malen, sich einfach künstlerisch zu betätigen!
Sammelmappen in verschiedenen Größen, für diverse Malereien, Zeichnungen und Skizzen zu besitzen, das ist für Kunstschaffende sehr wichtig. Warum also dann nicht selbst planen und entwerfen und anschließend diese Mappen in Eigeninitiative selbst herstellen?
Die Schülerinnen und Schüler der KWS der 6. Klassen haben daher im ersten Semester in das Buchbinderhandwerk hineingeschnuppert. Sie planten, fertigten technische Zeichnungen von Mappendetails an, stellten mit Farbe und Kleister Bezugspapier her, wandten wichtige handwerkliche Fertigkeiten des Buchbinderhandwerks an, probierten experimentell Verschlüsse aus und fertigten sie anschließend.
Am Ende kamen sehr sauber gefertigte, individuell durchgestaltete, schöne Mappen und Leporellos heraus, die natürlich dann auch gleich im nächsten BE-Modul bei Frau Prof. Stefan gebraucht und verwendet wurden.

Mag. Silvia Köchl

 

Fotos Zeichenmappen

Portfolios
pdfPortfolio Weyrer Fabio, 6A

Ppdfortfolio Huang Han, 6A

 Bildnerische Erziehung | Stefan

WAS PASST IN DIE SAMMELMAPPE? Oder: DAS CORONA-SEMESTER

Nachdem in der Kunstwerkstatt im Wintersemester im Modul Werkerziehung Sammelmappen hergestellt worden waren, war der Plan fürs Sommersemester, die großen Mappen mit Arbeiten in verschiedenen Techniken zu füllen, die größer sein sollten als das klassische DIN A3-Format, das üblicherweise in der Schule zum Einsatz kommt.
Wir beschäftigten uns anfangs mit „Komposition“ und „Kunstbetrachtung“– wie sind Bilder aufgebaut, und welche Wirkung haben verschiedene Kompositionen auf den Betrachter?
Dann schnitzten die SchülerInnen ihre eigenen Rohrfedern und experimentierten mit verschiedenen Zeichenmitteln (Kohle, Kreide, Rötel, Rohrfedern, Metallfedern). Die erste „große“ Arbeit sollte eine selbst komponierte Zeichnung werden.
Doch dann kam Corona (oder auch weniger klingend: Covid19 genannt). Die SchülerInnen mussten nun selbständig zu Hause an ihren Arbeiten mit Kohle, Kreide, Rötel oder Tusche und Feder feilen, und sie mussten sich auch das zweite große Thema, das Aquarell, zu Hause mit Hilfe von Videoanleitungen, Internetrecherchen und Informationsblättern aneignen. Erst im Juni war es wieder möglich, in der Schule praktisch zu arbeiten.
Unser letztes großes Thema für die Mappe war „abstrakter Expressionismus und Farbfeldmalerei“, denn Kunst ist nicht immer nur „komponiert“. Bei diesen Kunstrichtungen, die nach dem zweiten Weltkrieg entstanden, geht es nicht um die Abbildung von Gegenständlichem und auch nicht um geplante Komposition von Bildelementen, sondern um den Akt des Malens selbst. Vieles wird dem Zufall überlassen, Gefühl und Intuition leiten den Künstler, der spontan seine Werke zu Papier oder auf die Leinwand bringt.

Mit verschiedenen Zeichenmitteln versuchten sich die Schülerinnen und Schüler auch in der Kunst des „unkomponierten“ Schaffens von Bildwerken für ihre Mappe.
Die Kunstwerkstatt ohne Werkstatt und mit eingeschränkter Begleitung beim Distance-Learning hat uns dieses Semester viel abverlangt. Wir freuen uns, dass dennoch viele schöne Arbeiten entstanden sind. Kunst lässt sich auch in Zeiten von Corona nicht unterkriegen.
Mag. Eva Stefan

Feder und Kreidezeichnung

Aquarell

Abstrakter Expressionismus


Impressionen aus dem Unterricht

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