BERGER Andrea

BERGER Andrea

Dass Latein und Geschichte Hand in Hand gehen, durften wir, die 6D, in Begleitung von Prof. Berger und Prof. Hinteregger an zwei abenteuerlichen Tagen in der Römerstadt Carnuntum (Niederösterreich) erfahren.

Am Morgen des 12. Mai 2022 trafen wir uns um 7:15 Uhr vor der Schule, von wo aus uns Hans, der Busfahrer, nach Carnuntum brachte. Nach einer fünfeinhalbstündigen Busfahrt mit viel musikalischer Unterhaltung empfing man uns mit einem leckeren Mittagessen. Am Nachmittag wurden wir bei 30°C Außentemperatur von einer Archäologin durch die rekonstruierten Gebäude der Römerstadt geführt. Neben den sehr interessanten Informationen zum Alltag in der römischen Antike und der Infrastruktur war sie auch sehr ambitioniert in ihren Versuchen, uns ein Archäologiestudium zu empfehlen. Am Ende der Führung zeigte sie uns die wiederaufgebaute Therme, in der wir in der Nacht schlafen durften. Doch zuerst bekamen wir noch unser Abendessen im Hotel „Marc Aurel“, welches, passend zum Thema unseres Ausflugs, den Namen eines römischen Kaisers trägt. Zurück am Gelände hieß uns ein märchenhafter Sonnenuntergang willkommen. Bei diesem schönen Wetter blieben wir natürlich draußen, wo wir bis Mitternacht mit unseren ProfessorInnen das Gesellschaftsspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ spielten. Um 00:30 Uhr kehrten wir zu unseren Schlafsäcken in der Therme zurück.

Am Morgen des 13. Mai versteckten einige SchülerInnen eine Musikbox, auf der sie mit höchster Lautstärke das Lied „Ma Chéri“ spielten, im Zimmer der ProfessorInnen. Während Prof. Berger die Musik leiser stellte, schlief Prof. Hinteregger, in seinen eigenen Worten, „wie ein Baby“. Wir SchülerInnen hatten keine ganz so erholsame Nacht, die meisten hatten nur wenige Stunden Schlaf – von null bis drei war jede Anzahl dabei. Gestärkt von dem Frühstück, ebenfalls aus dem Hotel „Marc Aurel“, und ausgestattet mit Lunchpaketen, begannen wir die nächste Führung ein wenig außerhalb der damaligen Stadt. Geplant war eine eineinhalbstündige Wanderung, die wir aufgrund von starkem Regenfall etwas verkürzen mussten. Stattdessen brachte uns unser Busfahrer Hans zum Amphitheater der ehemaligen Militärstadt. Auf den theoretischen Teil, bei dem wir über Gladiatoren lernten, folgte noch ein praktischer Teil. Hierbei durften wir verschiedene Charaktere wie „Tamburinspieler“, „Priester“ oder „Plastikpalmwedelhalter“ spielen und uns dementsprechend verkleiden. Zuerst stellten wir eine Opferzeremonie nach (selbstverständlich mit Weihrauch, nicht mit echten Opfergaben). Ganz nach dem Motto „venimus, vidimus, vicimus“ begannen wir daraufhin mit einigen Spielen, beispielsweise „Schildkröte“ (mit Holzbrettern die römische Militärtaktik „testudo“ nachahmen und von anderen Spielern am Überqueren des Spielfeldes mit Fetzenbällen gehindert werden) oder „Orpheusspiel“ (während des Laufens in einer Reihe Fetzenbälle nach hinten werfen; nicht fangen bedeutet Elimination). Abgesehen von diesen ausgefallenen Spielen gab es auch Staffellauf, Ringewerfen und Seilziehen. Die Zeit verging wie im Flug und um 14:30 Uhr ging es schon wieder zurück nach Villach, wo wir um 19 Uhr ankamen.

Wir hatten eine wundervolle Zeit und die Reise hat sicherlich zur Stärkung unserer Klassengemeinschaft beigetragen. Vielen Dank an Prof. Berger für die Organisation und an Prof. Hinteregger dafür, dass er uns trotz einer Fußverletzung begleitet hat!

Verfasst von Valentina-Maria Gailer und Elena Haberl, 6D

Nach einem langen, vierstündigen Schultag versammelten sich alle achten Klassen im Musiksaal, um einem Vortrag von Dozenten der Alpenadria-Universität Klagenfurt über das Römische Recht zu lauschen. Nach einem interessanten Einstieg, bei dem die Lateinkenntnisse der Zuhörer mit peinlicher Kaltblütigkeit auf die Probe gestellt wurden, folgte eine Erläuterung der Wichtigkeit des Römischen Rechts noch heute im Studium der Rechtswissenschaften. 

Zu guter Letzt wurden die SchülerInnen dazu aufgerufen, selbst echte antike Streitfälle nachzustellen (also die Gerichtsverhandlung, nicht den Streitfall selbst), ein bisschen wie bei der Erfolgssendung „Richterin Barbara Salesch“ auf Sat 1. Dabei mussten sowohl Kläger als auch Beklagte ihren Standpunkt darlegen, bevor die Zuhörer, einem auch schon in Rom üblichen Geschworenengericht ähnelnd, gnadenlose Urteile fällten.

Insgesamt war der Vortrag sehr interessant und kreativ gestaltet und sorgte für viel positive Kritik aus der Zuhörerschaft. Wir bedanken uns bei den Vortragenden und unseren Lateinlehrerinnen für die Organisation dieser tollen zwei Stunden.

Artikel verfasst von Manuel Paumgarten 8D

Pizza bringt uns immer zum Lachen,

danach geht’s mit viel Elan an die Schulsachen.

Egal ob Deutsch, Englisch oder Mathematik,

beim Lernen sind immer alle ganz artig.

Nach getaner Arbeit geht’s ab zum Sport –

unsere NaBe ist echt ein cooler Ort.

Gereimt von Prof. Antolitsch und Prof. Berger A.

Bei ihren Projekten im Lateinunterricht interpretierten die 8C- und 8D-Klasse bekannte Mythen von Ovid neu:


Die 8D-Klasse zeigte ihr künstlerisches Talent:
Almedin Velic hielt die Metamorphose (=Verwandlung) der Daphne in einen Baum in einer Bleistiftzeichnung fest.

Der Mythos von Pluto und Proserpina wurde modernisiert:
Der Gott Pluto (gespielt von Simon Wucherer) musste bei einem Polizeiverhör (durchgeführt von Vanessa Sickl) Rede und Antwort stehen, weil er zuvor Proserpina (Elena Ahm) in die Unterwelt entführt hatte. Ihre Mutter Ceres hat Anzeige erstattet.

Auch die 8C-Klasse stellte ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis: So impfte Jonathan Gassler alias Amor den Gott Apollo (gespielt von Carl Gebhard) mit Sputnik, während Daphne (Marco Aichelburg) den Impfstoff von Biontech/Pfizer bekam. Ob diese Liebe eine Zukunft hat?
In der Originalversion benutzt Amor einen Pfeil mit goldener und einen mit bleierner Spitze.

Der Versuch des Orpheus seine verstorbene Frau Eurydice aus der Unterwelt zurück zu holen wurde in Form eines Gedichts zum Ausdruck gebracht:

Orpheus und Eurydike

So weit die Reise tief hinunter
Machte sie sein Leben doch so viel bunter
Seine Trauer auch von Toten gespürt
Sein Herz und Seele von Sehnsucht gerührt

Die Herrscher des Todes sich erbarmten
Orpheus und Eurydike sich wieder umarmten
Liebe und Tod, verschieden doch gleich
Das Herz an Hoffnung und Glück so reich

Mühsam ist der Weg ans Licht
Doch aufgeben dürfen die beiden nicht
Ein Blick zurück, ein Schritt zu viel
Verschmäht das Glück, verloren das Ziel

Orpheus, der nun gezwungen auf ewig alleine zu weilen
Mit niemandem kann er sein Leiden teilen
Das Herz in der Brust schwer wie ein Stein
Der Wille zu Leben nun klein, so klein

Gedicht von Laila Akty, Eva Pertl, Julia Fahlböck und Anna Zimmermann

Das Fußballfieber ist auch in der Antike ausgebrochen!

Unter dem Motto „Pedifolle ludimus!“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 5D – Klasse letzte Woche mit der beliebtesten Sportart der Welt. Im Rahmen des Lateinunterrichts hatte die Klasse die Aufgabe, eine kurze Szene eines selbst inszenierten Fußballspiels mit lateinischen Begriffen zu kommentieren. 

Bei dem Match Athen gegen Sparta musste der „arbiter“ hin und wieder eingreifen und sogar öfters die „chartulam flavam“ zeigen. Am Ende konnte sich der Favorit Sparta jedoch klar durchsetzen und die „admiratores“ waren begeistert. 

Zum Glück waren uns auch die Götter gewogen und belohnten uns mit strahlendem Sonnenschein. Summa summarum war es also ein spannendes Match und die Schülerinnen und Schüler der 5D haben ihre Aufgabe hervorragend gemeistert.